2.4.4.E
Gegeben
Größen:
Ein rechteckiges, geschlitztes Profil ist durch Querkraft \(Q_z\) beansprucht.
S ist der Schwerpunkt.
Berechnen Sie Schubspannungen bei A, B und C aufgrund Querkraft. Gehen Sie wie folgt vor:
a) Flächenträgheitsmoment
Berechnen Sie das Flächenträgheitsmoment bezogen auf den Schwerpunkt S. Vernachlässigen Sie hierbei den Schlitz.
Lösung
b) Statische Momente
Berechnen Sie die Statischen Momente \(S_{yA}, S_{yB}, S_{yC}\) mit folgenden lila Flächen:
für \(S_{yA}\): Fläche oberhalb von A bis zum Schlitz.
für \(S_{yB}\): Fläche links von B bis zum Schlitz.
für \(S_{yC}\): Fläche unterhalb von C bis zum Schlitz.
Zeigen Sie, dass:
\[\begin{split}S_{yA}&= 16000 \,\mathrm{mm}^3 \\ S_{yB}&= 73750 \,\mathrm{mm}^3 \\ S_{yC}&= 89750 \,\mathrm{mm}^3\end{split}\]
Die Statischen Momente der Flächen vom Rand bis A, bis B bzw. bis C sind:Lösung
c) Schubspannungen
Berechnen Sie die Schubspannungen bei A, B und C in \(\mathrm{MPa}\) (Megapascal) und gerundet auf Rundestellenwert \(0{,}1\) für die gegebenen Größen:
Zeigen Sie, dass:
Zeigen Sie in einer Skizze die Richtungen, in die diese Schubspannungen wirken.
Einsetzen der Größen liefert die Behauptung. Die roten Pfeile geben die Zählrichtung der vektorwertigen Schubspannungen an. Die Schubspannungen werden positiv gezählt in dieselbe Richtung wie \(s\). Bei A zeigt \(s\) nach unten. Bei C zeigt \(s\) nach oben, Details siehe Querkraft-Schub. Bei A wirken \(-24{,}7 \,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{mm}^2}\) nach unten, also \(+24{,}7 \,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{mm}^2}\) nach oben. Bei C wirken \(-138{,}7 \,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{mm}^2}\) nach oben, also \(+138{,}7 \,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{mm}^2}\) nach unten. Die aufintegrierten Schubspannungen ergeben die Querkraft \(Q_z\), hier \(Q_z = 100 \,\mathrm{kN}\) (nach unten positiv gezählt). Überschlagsrechnung: Angenommen auf der gesamten Fläche \(A = Ht = 850\,\mathrm{mm}^2\) des Stegs rechts wirkt eine konstante Schubspannung in Höhe von \(\tau = 120 \,\tfrac{\mathrm{N}}{\mathrm{mm}^2}\) nach unten. Dann würden diese Spannungen insgesamt eine Querkraft in Höhe von \(A \tau=850 \cdot 120 \,\mathrm{N} = 102 \,\mathrm{kN}\) nach unten erzeugen. Dies entspricht ungefähr der tatsächlichen Querkraft.Lösung
Source Code eines Programms dazu: Programm ausführen? Dazu: Copy: Source Code in die Zwischenablage kopieren. Paste: Source Code ins Eingabefeld hinter Play: Knopf SymPy
from sympy.physics.units import kg, m, s
from sympy import pi, S, pprint, symbols, cos, sin, Matrix, Eq, solve, sqrt, exp, simplify
# Units:
N = kg*m/s**2
k, M, G = 10**3, 10**6, 10**9
kN = k*N
Pa = N/m**2
MPa, GPa = M*Pa, G*Pa
deg = pi/180
half = S(1)/2
cm = m/100
mm = m/1000
# Rounding:
def iso_round(x, pv):
try:
x = float(x)
tmp = round(x, pv)
except TypeError:
x = x.evalf()
from functools import partial
func = partial(round, ndigits = pv)
tmp = x.applyfunc(func)
return tmp
# ---
# lengths / mm:
b = 130
h = 160
t = 5
B = b + 2*t
H = h + 2*t
# Q_z / N:
Q_z = 100000
pprint("\nIyy / mm⁴:")
Iyy = (B*H*H*H - b*h*h*h)/12
print(Iyy)
pprint("\n(A2, A2, A3) / mm²:")
A_1 = half*h*t
A_2 = B*t
A_3 = A_1
print(A_1, A_2, A_3)
pprint("\n(SyA, SyB, SyC) / mm³:")
SyA = h * A_1 / 4
SyB = SyA + half*(h + t) * A_2
SyC = SyB + SyA
print(SyA, SyB, SyC)
print("\n(τA, τB, τC) / ( N / mm³):")
for Sy in (SyA, SyB, SyC):
tau = - Sy / Iyy / t * Q_z
tmp = tau
tmp = iso_round(tmp, 1)
pprint(tmp)
[ ]: einfügen.▶ drücken.